Samen

Koriander

Coriandrum sativum

T Traditionelle Anwendung

Gewürz mit essbaren Blättern und Samen. Samen werden traditionell bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen verwendet; Blutzuckerwirkungen nur bei Tieren.

Koriander – Samen

Bild: Herbadex Botanik Stüdyosu · Özel Üretim

SchwangerschaftIm Allgemeinen sicher
StillzeitIm Allgemeinen sicher
KinderIm Allgemeinen sicher
Wechselwirkungen mit ArzneimittelnWechselwirkung berichtet
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Auf einen Blick

Koriander (Coriandrum sativum) ist ein Doldenblütler, dessen Blätter und Samen genutzt werden. Das Samenöl besteht überwiegend aus Linalool. Die deutsche Kommission E erkannte Koriandersamen bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Appetitmangel an. Blutzucker- und Cholesterinsenkungen wurden bei Tieren gezeigt; Humandaten reichen nicht aus.

Verwendete Pflanzenteile: Früchte
Wichtige Inhaltsstoffe: Linalool (60–80% des Öls), Fettes Öl (Petroselinsäure)

Aktualisiert: 15. Oktober 2026

ℹ Zusammengestellt aus Standardwerken der Pharmakognosie und Zusammenfassungen klinischer Literatur, sofern keine offizielle EMA-Monografie vorliegt.

Wofür wird die Pflanze verwendet?

  • T Traditionelle Anwendung

    Traditionelle Anwendung: Basiert auf mindestens 30 Jahren dokumentierter traditioneller Anwendung statt auf klinischen Studien.

    Wie bewerten wir die Evidenz? →

    Traditionell bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Appetitmangel verwendet. [1]

  • C Labor- oder Tierstudien

    Labor- oder Tierstudien: Basiert ausschließlich auf Laborversuchen (in vitro) oder Tierstudien; beim Menschen nicht klinisch belegt.

    Wie bewerten wir die Evidenz? →

    Tierstudien zeigten blutzucker- und cholesterinsenkende Wirkungen. [1]

Wie wird sie angewendet?

Lebensmittel

Gemahlene Samen für Fleischbällchen, Würste und Eingelegtes, frische Blätter für Salate und Speisen verwenden.

Menge: Als Küchengewürz

[1]

Tee

1 Teelöffel Samen zerstoßen, mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Nach Mahlzeiten trinken.

Menge: 2–3-mal täglich

Maximale Anwendungsdauer: 2 Wochen

[1]

Sicherheit und Wechselwirkungen

  • Gewürzmengen in Lebensmitteln gelten im Allgemeinen als sicher. Das gilt nicht für konzentrierte Extrakte und Nahrungsergänzungen.
  • Bei Doldenblütlerallergie, etwa gegen Sellerie, Fenchel oder Anis, vorsichtig sein.
[1]

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln
Arzneimittel / SubstanzAuswirkungSchweregrad
Diabetesmedikamente bei konzentriertem ExtraktKann den Blutzucker zusätzlich senken; Hinweise stammen aus Tierversuchen. [1]Gering

Nebenwirkungen

  • Selten Allergie oder erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut

⚕ Wann ärztlichen Rat einholen?

  • Bei hohem Fieber, Atemnot oder eitrigem beziehungsweise blutigem Auswurf
  • Wenn Beschwerden nach 1–2 Wochen nicht nachlassen oder sich verschlimmern
  • Bei starken Bauchschmerzen, Gelbsucht, Hautausschlag oder einer allergischen Reaktion

Wussten Sie schon?

Dass Koriander manchen Menschen nach Seife schmeckt, hat genetische Ursachen. [1]

Häufige Fragen

Warum schmeckt Koriander manchen Menschen nach Seife?

Das hängt mit genetischen Unterschieden bei Geruchsrezeptoren für Aldehyde zusammen.

Helfen Koriandersamen gegen Blähungen?

Traditionell verwendet und von Kommission E anerkannt. Klinische Studien sind begrenzt.

Entfernt Koriander Schwermetalle?

Keine verlässliche Humanstudie stützt diese verbreitete Behauptung.

Quellen

  1. Trease and Evans Pharmacognosy (16th Edition)Elsevier Health Sciences · 2009

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Koriander (Coriandrum sativum). Herbadex — Doğal Şifa Rehberi (2026). https://herbadex.com/de/pflanze/koriander/

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