Faulbaumrinde
Frangula alnus
A Starke klinische EvidenzFaulbaumrinde wirkt stimulierend abführend bei gelegentlicher Verstopfung. Höchstens 1 Woche anwenden; nicht unter 12 Jahren oder in der Schwangerschaft.

Bild: Herbadex Botanik Stüdyosu · Özel Üretim
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Auf einen Blick
Die EMA erkennt Faulbaumrinde zur kurzfristigen Linderung gelegentlicher Verstopfung als medizinisch etablierte Anwendung an. Wie Sennes wirkt sie stimulierend abführend. Langzeitgebrauch kann Darmträgheit, Abführmittelabhängigkeit sowie Wasser- und Elektrolytverlust verursachen. Nur anwenden, wenn Ernährungsumstellung oder quellende Ballaststoffe nicht ausreichen.
Aktualisiert: 15. Oktober 2026
✓ Dieser Pflanzeneintrag stützt sich auf offizielle Pflanzenmonografien der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA HMPC).
Wofür wird die Pflanze verwendet?
A Starke klinische Evidenz
Starke klinische Evidenz: Gestützt durch aussagekräftige klinische Studien am Menschen und Monografien zur anerkannten medizinischen Anwendung.
Wie bewerten wir die Evidenz? →Wirksam zur kurzfristigen Linderung gelegentlicher Verstopfung. [1]
Wie wird sie angewendet?
Tee
Geschnittene Rinde entsprechend höchstens 30 mg Hydroxyanthracenderivaten mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen und abends einnehmen. Die niedrigste Dosis wählen, die einen angenehm weichen Stuhl ergibt.
Menge: Einmal täglich; meist genügen 2–3 Anwendungen pro Woche
Maximale Anwendungsdauer: 1 Woche
[1]Sicherheit und Wechselwirkungen
Mindestalter: 12 Jahre
Maximale Anwendungsdauer: 7 Tage
- Nicht länger als 1 Woche anwenden. Bei täglichem Abführmittelbedarf die Ursache der Verstopfung abklären lassen.
- Nicht bei Darmverschluss, Blinddarmentzündung, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, ungeklärten Bauchschmerzen oder schwerem Flüssigkeitsmangel anwenden.
- Nicht bei Kindern unter 12 Jahren anwenden.
- In Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert.
- Bei Nierenerkrankungen können Elektrolytstörungen auftreten.
Wechselwirkungen mit Arzneimitteln
| Arzneimittel / Substanz | Auswirkung | Schweregrad |
|---|---|---|
| Herzglykoside (z. B. Digoxin), Antiarrhythmika, QT-verlängernde Arzneimittel | Kaliummangel durch Langzeitgebrauch kann deren Wirkung verstärken. Zuerst ärztlichen Rat einholen. [1] | Schwerwiegend |
| Diuretika, Kortikosteroide, Süßholzwurzel | Kann Kaliumverluste verstärken. Zuerst ärztlichen Rat einholen. [1] | Mäßig |
Nebenwirkungen
- Bauchschmerzen, Krämpfe und wässriger Stuhl, besonders bei Reizdarm; Dosis reduzieren
- Allergische Reaktionen wie Juckreiz, Nesselsucht oder Hautausschlag
- Gelber oder rotbrauner Urin ohne klinische Bedeutung
- Bei Langzeitgebrauch: Verfärbung der Darmschleimhaut sowie Wasser- und Elektrolytverlust
⚕ Wann ärztlichen Rat einholen?
- Bei hohem Fieber, Atemnot oder eitrigem beziehungsweise blutigem Auswurf
- Wenn Beschwerden nach 1–2 Wochen nicht nachlassen oder sich verschlimmern
- Bei starken Bauchschmerzen, Gelbsucht, Hautausschlag oder einer allergischen Reaktion
Wussten Sie schon?
Bei Faulbaumrindentee richtet sich die Menge nach dem Wirkstoffgehalt, höchstens 30 mg Hydroxyanthracene, nicht nach dem Rindengewicht. [1]
Häufige Fragen
Wofür wird Faulbaumrinde verwendet?
Die EMA erkennt die kurzfristige Anwendung bei gelegentlicher Verstopfung an.
Wie lange darf er angewendet werden?
Höchstens 1 Woche. Meist genügen 2–3 Anwendungen innerhalb dieser Woche.
Darf sie zum Abnehmen verwendet werden?
Nein. Abführmittel zum Abnehmen bergen Risiken durch Wasser- und Kaliumverlust.
Quellen
Diese Seite zitieren
Faulbaumrinde (Frangula alnus). Herbadex — Doğal Şifa Rehberi (2026). https://herbadex.com/de/pflanze/faulbaumrinde/
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