Vergleiche
Pfefferminztee oder Pfefferminzöl?
Getrocknete Pfefferminzblätter (Menthae piperitae folium) und ätherisches Pfefferminzöl (Menthae piperitae aetheroleum) haben getrennte EMA-Monografien mit unterschiedlichen Sicherheitsregeln.
| Merkmal | MinzeMentha × piperita | PfefferminzölMentha × piperita |
|---|---|---|
| Stärkste Evidenz | T Traditionelle Anwendung | A Starke klinische Evidenz |
| Anwendungsgebiete | Verdauung | Verdauung, Gelenke, Knochen und Schmerzen, Atemwege, Hals und Mund |
| Zubereitungsform | Getrocknete Pflanzen und Tee | Ätherische Öle |
| Anwendung | 1,5–3 g getrocknete Pfefferminzblätter mit 100–150 ml kochendem Wasser aufgießen. | Nur magensaftresistente Fertigkapseln mit 0,2–0,4 ml Öl je Kapsel verwenden. 30 Minuten vor einer Mahlzeit unzerkaut schlucken. |
| Schwangerschaft | Vermeiden | Vermeiden |
| Stillzeit | Vermeiden | Vermeiden |
| Empfohlenes Mindestalter | Ab 4 Jahren | Ab 8 Jahren |
| Arzneimittelwechselwirkungen | Keine Wechselwirkungen dokumentiert | Wechselwirkungen berichtet |
| Maximale Anwendungsdauer | Bei fehlender Besserung nach 2 Wochen ärztlichen Rat einholen | Nicht angegeben |
Welche Pflanze für welchen Zweck?
Minze
Traditionell als Tee bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen. Ab 4 Jahren in altersgerechter Dosis möglich.
Vollständiger Steckbrief →Pfefferminzöl
In magensaftresistenten Kapseln bei Reizdarm oder verdünnt auf den Schläfen bei Spannungskopfschmerzen verwendet.
Vollständiger Steckbrief →Gut zu wissen
- Keine Tropfen reinen Pfefferminzöls in Wasser trinken. Es entspannt den Speiseröhrenschließmuskel und kann starkes Sodbrennen auslösen.
- Pfefferminzöl niemals unter 2 Jahren verwenden. Menthol kann einen reflektorischen Atemstillstand auslösen.