Vergleiche
Mönchspfeffer oder Rotklee?
Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) und Rotklee (Trifolium pratense) werden bei hormonbedingten Beschwerden verkauft, zielen aber auf verschiedene Lebensphasen; die Evidenz ist begrenzt. Die Tabelle entsteht aus den quellenbasierten Steckbriefen beider Pflanzen.
| Merkmal | MönchspfefferVitex agnus-castus | RotkleeTrifolium pratense |
|---|---|---|
| Stärkste Evidenz | B Begrenzte klinische Evidenz | B Begrenzte klinische Evidenz |
| Anwendungsgebiete | Frauengesundheit | Frauengesundheit, Herz und Kreislauf |
| Zubereitungsform | Samen | Getrocknete Pflanzen und Tee |
| Anwendung | Erwachsene Frauen verwenden einen standardisierten Trockenextrakt nach Produktangabe, beispielsweise einmal täglich 20 mg. | Studien nutzten standardisierte Isoflavonextrakte, die bis zu 2 Jahre offenbar sicher angewendet wurden. Für Tee gibt es keine geprüfte Dosis. |
| Schwangerschaft | Vermeiden | Vermeiden |
| Stillzeit | Vermeiden | Vermeiden |
| Empfohlenes Mindestalter | Ab 18 Jahren | Nicht angegeben |
| Arzneimittelwechselwirkungen | Wechselwirkungen berichtet | Wechselwirkungen berichtet |
| Maximale Anwendungsdauer | 3 Monate für die Wirkung; bei danach anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen | Nicht angegeben |
Welche Pflanze für welchen Zweck?
Mönchspfeffer
Der standardisierte Trockenextrakt kann Beschwerden beim prämenstruellen Syndrom (PMS) lindern; Studien sind meist positiv, aber mit hohem Verzerrungsrisiko. 3 Monate regelmäßig anwenden; unter 18 Jahren nicht empfohlen.
Vollständiger Steckbrief →Rotklee
Isoflavon-Extrakte zeigten bei Hitzewallungen widersprüchliche Ergebnisse; bei Frauen in den Wechseljahren wurde eine mögliche Senkung des Gesamtcholesterins berichtet. Für den Tee gibt es keine gesicherte Dosis.
Vollständiger Steckbrief →Gut zu wissen
- Bei hormonempfindlichem Krebs in der Vorgeschichte vor Mönchspfeffer ärztlichen Rat einholen und Rotklee nicht verwenden.
- Rotklee kann das Blutungsrisiko erhöhen; nicht mit Blutverdünnern oder vor Operationen anwenden.
- Beide werden in Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen.
Quellen
- European Union herbal monograph on Vitex agnus-castus L., fructus – Revision 1EMA HMPC · 2018 · MonografieQuelle abgerufen:
- The treatment of premenstrual syndrome with preparations of Vitex agnus castus: a systematic review and meta-analysisAmerican Journal of Obstetrics and Gynecology · 2017 · Systematische ÜbersichtsarbeitQuelle abgerufen:
- Red Clover: Usefulness and SafetyNIH NCCIH · 2025 · BehördeninformationQuelle abgerufen:
- Red CloverMemorial Sloan Kettering Cancer Center — About Herbs · 2022 · NachschlagewerkQuelle abgerufen: