Vergleiche

Leinsamen oder Flohsamenschalen?

Leinsamen und Flohsamenschalen binden Wasser und werden von der EMA bei gewohnheitsmäßiger Verstopfung bewertet. Die Tabelle entsteht aus ihren quellenbasierten Steckbriefen.

Leinsamen oder Flohsamenschalen?
MerkmalLeinsamenLinum usitatissimumFlohsamenschalenPlantago ovata
Stärkste EvidenzA Starke klinische EvidenzA Starke klinische Evidenz
AnwendungsgebieteVerdauungVerdauung, Herz und Kreislauf
ZubereitungsformSamenGetrocknete Pflanzen und Tee
Anwendung10–15 g Samen mit 150 ml Wasser, Milch oder Saft einnehmen und anschließend reichlich trinken. Wirkung nach 12–24 Stunden.Täglich 7–11 g in 1–3 Dosen mit etwa 30 ml Wasser je Gramm einnehmen. Nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen einnehmen. Wirkung nach 12–24 Stunden.
SchwangerschaftVermeidenVorsicht
StillzeitVermeidenVorsicht
Empfohlenes MindestalterAb 12 JahrenAb 6 Jahren
ArzneimittelwechselwirkungenWechselwirkungen berichtetWechselwirkungen berichtet
Maximale AnwendungsdauerBei Verstopfung über mehr als 3 Tage ärztlichen Rat einholenBei Verstopfung über mehr als 3 Tage ärztlichen Rat einholen

Welche Pflanze für welchen Zweck?

Leinsamen

Klinische Evidenz bei gewohnheitsmäßiger Verstopfung, traditionelle Anwendung als Schleimansatz bei leichten Verdauungsbeschwerden. Unter 12 Jahren nicht empfohlen.

Vollständiger Steckbrief →

Flohsamenschalen

Starke klinische Evidenz bei gewohnheitsmäßiger Verstopfung und gewünschtem weichem Stuhl. Bei Verstopfung ab 6 Jahren möglich.

Vollständiger Steckbrief →

Gut zu wissen

  • Beide stets mit reichlich Wasser einnehmen. Trockenes Schlucken kann Rachen oder Darm blockieren.
  • Mindestens 30–60 Minuten Abstand zu Arzneimitteln einhalten, da deren Aufnahme verzögert werden kann.

Quellen

  1. Community herbal monograph on Linum usitatissimum L., semen – Revision 1EMA HMPC · 2015
  2. Community herbal monograph on Plantago ovata Forssk., seminis tegumentum – Revision 1EMA HMPC · 2013